Erfahrungen mit Integrative Primärtherapie
Seit
mehr als 25 Jahren arbeite ich mit der Methode und mache immer wieder
die Erfahrung, dass die Arbeit mit Gefühlen ein wichtiger Baustein im
persönlichen Wachstumsprozess ist, da sie ganz direkt und unmittelbar mit den Emotionen umgeht, diese nicht bewertet und auch der
Ausdruck unterstützt wird.
Der Klient steht im Mittelpunkt und kann seine eigene Körper- und
Gefühlswelt erfahren. Das Wissen über etwas, ist immer noch anders als das
Erleben. Wenn ich weiß, etwas macht mich wütend und das auch ausspreche, ist es
klärend, ich verstehe mich. Werde ich unterstützt in dem Gefühl, egal wie
unklar oder gerichtet es ist, mache ich eine Erfahrung und erlebe das Gefühl,
das sich darüber vielleicht verändert, indem es lauter oder leiser wird,
einen verborgenen Schmerz aufzeigt, der zu Beginn nicht im Fokus war, und vielleicht
erschließt sich eine neue Ebene in meinem Thema.
Das
Erlebnis erfasst mich ganz, d. h. in
Körper, Seele und auch Geist, und ich fühle mich. Selbst
Gefühle von Schwäche entwickeln sich zu einer Stärke, da ich mich richtig, oder
authentisch fühle, sie nicht bewerte und als Teil von mir erlebe, ich bin eins
mit mir. Gefühle sind zum Fühlen da!
Die Vergangenheit können wir nicht ändern, jedoch entstehen durch die Therapie neue Verbindungen zwischen alten Verletzungen und deren Auswirkungen, wir verstehen uns neu, werden nachsichtiger mit uns selbst, und müssen nicht unnötig Stärke oder Kraft demonstrieren, Schwächen verbergen. Dieser Prozeß bewirkt Ruhe und Entspannung, wir werden heil, im Sinne von Ganz sein, d. h. die Spaltung von Körper und Geist hebt sich auf.
Erfahrungen mit Traumatisierungen in den ersten Lebensjahren haben gezeigt, dass ein behutsames Vorgehen und die Beziehungsebene zwischen Therapeut und Klient wichtige Parameter für den Erfolg der Behandlung sind.